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Fehmarnsundbrücke

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Brunnen bohren / Wasserentnahme

Leistungsbeschreibung

Die Entnahme von Grundwasser stellt im rechtlichen Sinne eine „Benutzung“ dar und ist grundsätzlich erlaubnispflichtig. Ausnahmen bestehen jedoch für die Entnahme von Grundwasser für einen einzelnen Haushalt, den privaten Garten, einen landwirtschaftlichen Hofbetrieb, für das Tränken von Vieh oder für vorübergehende Entnahmen von geringer Menge. Dabei muss allerdings sichergestellt sein, dass von der Entnahme keine nachteilige Auswirkung zu erwarten ist. Inwieweit dies bei dem geplanten Vorhaben der Fall sein kann, sollte vor Beginn der Entnahme mit der zuständigen Stelle abgestimmt werden.

Darüber hinaus ist das Bohren von Brunnen als Erdaufschluss anzusehenund ist einen Monat vor dem geplanten Beginn der Bohrung bei der Unteren Wasserbehörde anzuzeigen. Die Behörde kann daraufhin gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers anordnen.

Zusätzlich müssen alle mit mechanischer Kraft angetriebenen Bohrungen nach dem Lagerstättengesetz von demjenigen, der eine solche Bohrung für sich selbst oder auf fremde Rechnung ausführt, dem Staatlichen Geologischen Dienst angezeigt werden.

Bohrungen, die mehr als 100 m in den Boden eindringen sollen, sind darüber hinaus nach Bundesberggesetz bei der zuständigen Bergbehörde anzuzeigen. Die Bergbehörde kann zum Schutz Beschäftigter oder Dritter oder wegen der Bedeutung des Betriebes die Vorlage eines Betriebsplanes verlangen.

An wen muss ich mich wenden?

  • An die Kreise oder kreisfreien Städte (Untere Wasserbehörden) im Falle der Grundwasserentnahme und Erdaufschlüsse (Bohrungen),
  • an das Geologische Landesarchiv im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) im Falle von Anzeigen nach dem Lagerstättengesetz,
  • an das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) im Falle von Anzeigen von Bohrungen über 100 m.

Welche Fristen muss ich beachten?

  • Die behördliche Meldung von Bohrungen hat einen Monat vor Beginn der Bohrarbeiten zu erfolgen.
     
  • Die Meldung an den Staatlichen Geologischen Dienst hat zwei Wochen vor Beginn der Bohrarbeiten zu erfolgen
     
  • Die Meldung an die zuständige Bergbehörde hat zwei Wochen vor Beginn der Bohrarbeiten zu erfolgen.

Rechtsgrundlage

  • Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz - WHG),
  • Wassergesetz des Landes Schleswig-Holstein (Landeswassergesetz - WasG SH).

Was sollte ich noch wissen?

Weitere Informationen zur Grundwassernutzung finden Sie auf den Internetseiten der Landesregierung Schleswig-Holstein und dem Geologischen Landesarchiv.

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